Über mich: In erster Linie Autor, nicht Opfer

Seit meiner Jugend ist Schreiben meine Leidenschaft. Ich absolvierte schon früh diverse Praktika bei Lokalzeitungen, studierte schließlich Medienwissenschaft und arbeite aktuell, nach einem Volontariat bei einem namhaften Verlag, als freier Journalist für diverse Online- und Zeitschriften-Redaktionen. Geboren wurde ich Mitte der 1980er in München, wo ich auch aufwuchs. Gemeinsam mit meinem Partner und zwei schläfrigen Katern lebe ich heute in Norddeutschland.

Die Sache mit Peter ist mein erstes Buchprojekt. Trotz oder gerade wegen des brisanten Stoffes lehnten die meisten Verlage es direkt ab. Als ich die Hoffnung beinahe schon aufgegeben hatte, meldete sich schließlich doch noch ein Lektor bei mir. Er war voll des Lobes für meinen Mut und meinen Schreibstil, doch schnell forderte er einige wesentliche Änderungen: Damit das Buch gut verkauft werden könne, müsse ich es unbedingt entschärfen. Die Schilderungen der sexuellen Handlungen seien zu drastisch, die Verurteilung des Täters hingegen nicht eindeutig genug. Und ob ich denn bereit wäre, in Interviews zum Thema Missbrauch über mein Schicksal zu sprechen, um mein Buch zu bewerben?

Nein, dazu war und bin ich nicht bereit und deshalb habe ich mich dazu entschlossen, es ohne Verlag im Rücken zu probieren. Denn weder möchte ich ein Blatt vor dem Mund nehmen und schon gar nicht mich vor irgendeinen Karren spannen, in eine Schublade stecken lassen: Ich, das arme Missbrauchsopfer, und Peter, der üble Kinderschänder – und jetzt ein „mutiges“ Buch, um mein ach so schweres „Schicksal“ zu verarbeiten. Das mag gutes Marketing sein, aber auch eine Lüge. Die Wahrheit ist wesentlich komplexer…

Apropos Wahrheit: Max Meier-Jobst ist, Sie mögen es mir nachsehen, nicht mein echter Name. Ich stehe zu meiner Geschichte, zweifelsohne, aber ich muss auch an diejenigen denken, die darin außer mir noch vorkommen und deren Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre ich respektieren und schützen will: Eltern, Freunde und ja, auch Peter (der eigentlich gar nicht Peter heißt).

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